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B.E.R. BIO ENERGY REPORT – Fachglossar...

...zum Ölmarkt mit ErlĂ€uterungen von Begriffen des physischen Handels, der Börsen usw.

Fortlaufende Erweiterungen sind geplant darum freuen wir uns ĂŒber Ihre Fragen, Anregungen und Hinweise.

Absicherung

Eine Absicherung  von WarenbestĂ€nden oder Kaufabsichten ist durch den Kauf (Kaufabsicherung) oder Verkauf (Verkaufsabsicherung) eines Future möglich. Dadurch entsteht ein Schutz vor PreisverĂ€nderung der zugrundeliegenden Ware.

Additive

Additive sind Zusatzmittel oder Wirkstoffe, die in Kraft-, Brenn- und Schmierstoffen erwĂŒnschte Eigenschaften verstĂ€rken, unerwĂŒnschte Eigenschaften unterdrĂŒcken oder neue Wirkungen ausĂŒben. So können bei Kraftstoffen das Motoreinlaßsystem sauber gehalten und Ablagerungen im Motor verhindert oder in Schmierölen die AlterungsbestĂ€ndigkeit verlĂ€ngert werden. Senkung der Schadstoffemissionen im Abgas und Verhinderung der Korrosion von Metallteilen im Kraftstoffsystem sind weitere Wirkungen von Additiven.

Alternative Kraftstoffe

Als „Alternative Kraftstoffe“ werden EnergietrĂ€ger fĂŒr Otto- und Dieselmotoren bezeichnet, die – mit Ausnahme von FlĂŒssiggas – nicht aus der Mineralölverarbeitung stammen. Dazu gehören Rapsöl und Ethanol aus landwirtschaftlicher Produktion, Erdgas verflĂŒssigt oder unter Druck sowie Wasserstoff. Rapsöl und andere Pflanzenöle werden mit Methanol zu sog. Estern umgesetzt und als „Biodiesel“ angeboten.

Andienung

Physische Lieferung bei Börsenkontrakten.

API

American Petroleum Institute. Das Institut gibt wöchentliche Statistiken ĂŒber den US-Ölmarkt heraus mit Angaben ĂŒber BestĂ€nde, Verarbeitung, Importe, AbsĂ€tze. Einen Tag nach der Bekanntgabe der API-Zahlen wird die Statistik des Energieministeriums veröffentlicht (siehe auch DOE, Department of Energy). Beide Statistiken gelten als richtungsweisend bei der weiteren Preisentwicklung.

API-Grade

Konventionelles Dichtemaß aus den USA (entwickelt vom API), das vor allem fĂŒr die Beurteilung von Rohölen verwendet wird. Nach Rohölprovenienzen unterschiedlich (s. auch API-Dichte).

ARA

Der Großraum Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen. Auch als "Rotterdamer Markt" bekannt. FĂŒr Ölverarbeitung und -handel Drehscheibe fĂŒr Nordeuropa. Auch Auslieferungsbasis fĂŒr Andienung von IPE-Börsenkontrakten.

Arbitrage

Die Arbitrage bezeichnet die Ausnutzung unterschiedlicher Kurse einer Ware an verschiedenen MĂ€rkten (Börsen) durch den gleichzeitigen Kauf und Verkauf an beiden MĂ€rkten. (z.B. Kassamarkt und Terminbörsen) bestehen.

Aromaten

Ist der Sammelbegriff fĂŒr ringförmige, ungesĂ€ttigte Kohlenwasserstoffe des Benzoltyps. Bekannte Aromaten sind Benzol, Toluol und Xylol.

Ask

Offerte oder Angebot, Briefkurs.

Auto-/Oil-Programm (AOP)

Das AOP dient zur Verbesserung der LuftqualitĂ€t in Europa. Dazu werden Abgasgrenzwerte fĂŒr Kraftfahrzeuge und Kraftstoffspezifikationen festgelegt. Im Rahmen von AOP I wurden Spezifikationen ab dem Jahr 2000 beschlossen, AOP II wird Werte ab 2005 festschreiben.

Das Auto/Öl-Programm ist ein von der EuropĂ€ischen Kommission initiiertes, gemeinsam mit der europĂ€ischen Automobil- und Mineralölindustrie durchgefĂŒhrtes Forschungsprogramm zur Untersuchung der Auswirkungen moderner Motortechniken und verĂ€nderter Kraftstoffzusammensetzung auf die Fahrzeugemissionen. Die Untersuchungsergebnisse unter BerĂŒcksichtigung der LuftqualitĂ€t bilden die Grundlage fĂŒr die Festlegung der Abgasgrenzwerte und der KraftstoffqualitĂ€ten vom Jahr 2000 an.

Average

Durchschnittlich - Durchschnittswerte - arithmetisches Mittel.

Backwardation

PreisverhĂ€ltnis (insb. an den Terminbörsen) bei  dem der Preis spĂ€terer ErfĂŒllungstermine unter dem Preis des Spot- bzw. Frontmonats liegt. Gegenteil  ->Contango.

Baisse

Heftiger Preisverfall, beschreibt panikartige VerkÀufe an den Börsen.

Bank of Japan

Japanische Notenbank (BoJ)

Barchart

Graphische Darstellung des Börsengeschehens mittels eines Bars (=StĂ€bchen). Ober und Unterkante bedeuten Höchst- und Tiefstwert einer Zeitperiode (Tag, Woche, Monat), der kleine Strich nach links liegt auf Höhe des Eröffnungswertes, der kleine Strich nach rechts stellt den Schlußwert dar.

Barge

Binnentankschiff fĂŒr MassengĂŒter, LadefĂ€higkeit ca. 1.000-3.000 t.

Barrel

Auch als Faß bekannt, amerikanisches Raummaß fĂŒr Rohöl. Kurzwort: bbl. Umrechnungsformel: 1bbl = 42 US-Gallonen = 158,9641Liter

Eine Tonne Nordseeöl hat ca. 7,50 Barrel

Bearish

Engl. von "BĂ€r". Börsenbezeichnung fĂŒr Situationen, Stimmungen und Ereignisse, die preisdrĂŒckend wirken können. Gegenteil  ->bullish

Benchmark

LeitgrĂ¶ĂŸe, Richtwert, Richtstandard

Benzin

Besteht aus Kohlenwasserstoffen des Rohöls, die im Bereich von 35 bis 210 Grad Celsius sieden. Im Sprachgebrauch ist Benzin die ĂŒblichere Bezeichnung fĂŒr Ottokraftstoff.

Benzol

Ist der einfachste aromatische Kohlenwasserstoff (Aromaten). Benzol wird u.a. zur Herstellung von Synthesefasern und Schaumstoffen verwendet. Einfachster aromatischer Kohlenwasserstoff (Aromaten). Es stellt einen der wichtigsten Rohstoffe der chemischen Industrie dar. In geringer Menge ist Benzol in Ottokraftstoffen enthalten; er wird dem Kraftstoff nicht zugesetzt. Deren Benzolgehalt ist in der EU durch die Richtlinien vom 28. Dezember 1998 auf 1 Vol.-% begrenzt, dieser Wert ist ĂŒber die  KraftstoffqualitĂ€tsversorgung verbindlich in Deutschland eingefĂŒhrt worden.

Bevorratung

Seit 1965 sind die in der Bundesrepublik Deutschland tĂ€tigen Mineralölverarbeiter und – importeure gesetzlich verpflichtet (Bevorratungsgesetz), ĂŒber ihre normalen LagerbestĂ€nde hinaus PflichtvorrĂ€te zur Sicherung der Energieversorgung zu halten. Um die bestehenden Wettbewerbsverzerrungen auf dem Mineralölmarkt zu vermeiden, wurde Anfang 1977 zwischen dem Außenhandelsverband fĂŒr Mineralöl e.V. (AFM) und dem Mineralölwirtschaftsverband e.V. (MWV) ein von beiden VerbĂ€nden gemeinsam getragenes Bevorratungsmodell erarbeitet, das zur Grundlage des Erdöl-Bevorratungsgesetzes vom 25. Juli 1978 (Bundesgesetzblatt I, 1978, Seite 1073) wurde.

Der aufgrund dieses Gesetzes gegrĂŒndete Erdölbevorratungsverband (EBV), ĂŒbernahm seit dem 1. Dezember 1978 die Vorratshaltung. Kraft Gesetz sind alle Verarbeiter und Importeure von bevorratungspflichtigen Mineralölerzeugnissen Pflichtmitglieder dieser Körperschaft des öffentlichen Rechts. Mit der letzten Novellierung des Erdölbevorratungsgesetzes 1998 wurde die Bevorratungspflicht des EBV auf 90 Tage festgelegt.

Die laufenden Kosten der Vorratshaltung des EBV werden durch MitgliedsbeitrĂ€ge gedeckt. Um dem Verbraucher die fĂŒr die Versorgungssicherheit notwendigen Bevorratungskosten deutlich zu machen, werden diese Kostenanteile hĂ€ufig in den Rechnungen offen ausgewiesen. (Stand 2001: Benzin 6,8 Euro/t, HEL 5,33 Euro/t, HS 4,30 Euro/t).

Die Vorratspflicht, die auch durch Rohöl (rechnerische Ausbeute) erfĂŒllt werden kann, erstreckt sich auf folgende Produktgruppen:

  • Produktgruppe 1: Motorenbenzin, Flugbenzin, Flugturbinenkraftstoff auf Benzinbasis
  • Produktgruppe 2: Dieselkraftstoff, leichtes Heizöl, Leuchtöl, Flugturbinenkraftstoff auf Petroleumbasis
  • Produktgruppe 3: mittelschweres und schweres Heizöl

Bid

Geldkurs , Kaufwille oder -absicht

Biodiesel

Werbebegriff fĂŒr FettsĂ€uremethylester, der in Deutschland vor allem aus Rapsöl durch chemische Umsetzung mit Methanol erzeugt wird (Rapsölmethylester (RME)). RME ist ein Kraftstoff aus landwirtschaftlicher Produktion, der fĂŒr den Betrieb von Dieselmotoren grundsĂ€tzlich geeignet ist. Eine Anforderungsnorm (DIN 51 606) zur Sicherstellung gleichbleibender QualitĂ€t ist in Vorbereitung. Reines Pflanzenöl oder Speisefett kann in normalen Dieselmotoren nicht ohne erhebliche Risiken verwendet werden.

BIP

Bruttoinlandsprodukt

Bitumen

Als Bitumen werden die Rohölbestandsteile bezeichnet, die auch in der Vakuumdestillation nicht verdampfbar sind (nicht destillierbar). Das ist das Bodenprodukt der Vakuumdestillation bei der Verarbeitung von naphten- oder gemischtbasischen Rohölen. Bitumen findet Verwendung im Straßenbau (Asphalt) sowie fĂŒr Isolierungen und Dachpappen.

Blockheizkraftwerke

Blockheizkraftwerke (BHKW) produzieren gleichzeitig WĂ€rme und Strom nach dem Prinzip der Kraft-WĂ€rme-Kopplung (KWK). Sie versorgen nahe gelegene Großabnehmer oder Abnehmergruppen sowohl mit ElektrizitĂ€t als auch mit Heiz- und / oder ProzesswĂ€rme, die bei der Stromerzeugung entsteht.

Boe

Ist die AbkĂŒrzung fĂŒr "Barrel oil equivalent". Man rechnet z.B. Erdgasmengen, die ĂŒblicherweise in Kubikfuß oder Kubikmeter angegeben werden, in boe um, um die gesamte Förderung von Erdöl- und Erdgas in einer Summe angeben zu können.

Bollinger-BĂ€nder

Die Bollinger-BĂ€nder sind Linien, die nach einer bestimmten mathematischen Methode um einen Moving Average gelegt sind. Sie erzeugen Warnsignale und geben frĂŒhzeitig an, wenn der Markt korrekturbereit ist. Zudem werden sie zur Trendbestimmung herangezogen.

Bpd

Barrel per day (deutsch: Barrel pro Tag). Die  Fördermenge eines Ölfeldes oder die  Raffineriedurchsatzmenge werden in bpd gemessen.

Brennstoffzelle

Aggregat zur Erzeugung von Strom durch kalte Verbrennung. Als Brennstoff ist Wasserstoff besonders geeignet, der aber auch durch Verarbeitung von Methanol oder Benzin  erzeugt werden kann. Vorteil der Brennstoffzelle ist die im Vergleich zum Verbrennungsmotor höhere Energieausnutzung des Elektromotors bei der Vermeidung des hohen Ladegewichts fĂŒr Speicherbatterien.

Brennwert

Der Brennwert (Ho) gibt die gesamte WÀrmemenge an, die bei der vollstÀndigen Verbrennung eines fossilen EnergietrÀgers in bestimmter Menge frei wird. Er beinhaltet also auch die VerdampfungswÀrme, die freigesetzt wird, wenn der im Abgas enthaltene Wasserdampf kondensiert.

Brennwerttechnik

Brennwerttechnik nutzt zusĂ€tzlich zur Brennstoffenergie die WĂ€rme des Wasserdampfes im Abgas, die bei konventionellen Kesseln ungenutzt durch den Schornstein entweicht, und speist sie ins Heizsystem ein. Dadurch erhöht sich der  Wirkungsgrad des Systems.

Brent

North Sea Brent Blend eine international marktbestimmende Ölsorte aus dem engl. Nordseeölfeld „Brent“, deren Preis u.a. als Richtstandard gilt. An der IPE werden Brent-Kontrakte gehandelt.> WTI

Brent Spot

Physische Brent-Kassapreise

Briefkurs

Angebotspreis einen Futures-Kontrakt zu diesem Kurs zu verkaufen.

Broker

  1. Makler mit der Zulassung fĂŒr die entsprechende Börse.
  2. Maklerfirma fĂŒr die Abwicklung von Termin-Kontrakten gegen GebĂŒhren

BSP

Bruttosozialprodukt

BuBa

Deutsche Bundesbank

Bullish

Engl. von "Bulle"; Börsenbezeichnung fĂŒr Situationen, Stimmungen und Ereignisse, die preistreibend wirken (können). Gegenteil ->bearish

Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)

Das Bundes-Immissionsschutzgesetz trat 1974 in Kraft. Es regelt die Umweltschutzanforderungen bei Errichtung und Umbau von Produktionsanlagen, legt Immissions- und Emissionsgrenzwerte fest und sit die Grundlage fĂŒr Umweltsachschutzanforderungen an industrielle und gewerbliche Erzeugnisse. Detailregelungen finden sich in Verordnungen und Verwaltungsvorschriften, die auf der Grundlage des BImSchG erlassen worden sind, z.B. 20. BimSchV (Gaspendlung) oder 21. BImSchV (GasrĂŒckfĂŒhrung).

Bunkeröl

(engl. Bunker fuel) Als Bunkeröle werden die in der Schiffahrt verwendeten Brennstoffe bezeichnet. WĂ€hrend auf Binnenschiffen im Allgemeinen Dieselkraftstoff verwendet wird, werden die Dieselmotoren in der Seeschiffahrt mit Schiffsbrennstoffen betrieben, die  dem schweren Heizöl entsprechen. FĂŒr Bunkeröle gelten die internationalen Normen ISO 8216 und ISO 8217.

Business-to-Business

Beschreibt die UnterstĂŒtzung von GeschĂ€ftsbeziehungen zwischen Unternehmen oder HĂ€ndlern untereinander durch Informations- und Kommunikationssysteme, insbesondere mit Technologien, die auf dem Internet basieren (Palette reicht von Bestellsystemen bis zu Produktentwicklungen und Schaffung von elektronischen MĂ€rkten).

Business-to-Consumer

bezeichnet die UnterstĂŒtzung von GeschĂ€ftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Endverbrauchern durch Informations- und Kommunikationssysteme, insbesondere mit Technologien, die auf dem Internet basieren (z.B. Vertrieb- und Serviceanwendungen, Dienstleistungsangebote).

Börse

Beschreibt einen Markt der regelmĂ€ĂŸig stattfindet, durch fixierte Regeln organsiert ist und eine behördlichen Zulassung als Börse besitzt. > IPE, > NYMEX, >WTB

Börsenanalyse

Analysiert den aktuellen Markt und versucht daraus, RĂŒckschlĂŒsse fĂŒr die zukĂŒnftige Preisentwicklung zu ziehen. Die Börsenanalyse wird unterteilt in Fundamentalanalyse und Chartanalyse.

Call

Kaufoption

Candlesticks

Graphische Darstellung des Börsengeschehens durch eine Candle (=Kerze). Liegt der Schlußkurs ĂŒber dem Eröffnungswert, dann wird der Raum zwischen diesen beiden Punkten weiß ausgefĂŒllt und ergibt eine weiße Kerze. Liegt der Schlußwert dagegen unter dem Eröffnungswert, dann wird der Raum schwarz ausgefĂŒllt und es entsteht eine schwarze Kerze. Das verbleibende StĂŒck nach oben heißt Docht, das StĂŒck nach unten wird Lunte genannt. Die Candlesticks bilden eine Vielzahl besonderer Muster, die fĂŒr die Preisprognose nutzbar gemacht werden.

Cargo

Seeschiffsladung

Cetanzahl

Eine zentrale Anforderung an Dieselkraftstoff ist die ZĂŒndwilligkeit. Da Dieselmotoren im Unterschied zu Ottomotoren keine ZĂŒndkerzen besitzen, muss das Luft/Kraftstoff-Gemisch die Verbrennung ohne ZĂŒndfunken beginnen. Diese Eigenschaft des Dieselkraftstoffs wird Ă€hnlich wie bei Ottokraftstoff in einem Testmotor untersucht. Der Vergleich der ZĂŒndwilligkeit mit Referenzkraftstoffen ergibt dann die sog. Cetanzahl. Robuste, alte Dieselmotoren können mit Diesel mit Cetanzahlen ab 40 betrieben werden, fĂŒr moderne Hochleistungsmotoren mit geringem Schadstoffausstoß, die die QualitĂ€tsanforderungen des heute an den Tankstellen verkauften Dieselkraftstoff bestimmen, werden Cetanzahlen ĂŒber 52 benötigt.

CFD

contract for differences, eine Art (Rohöl)-Swap, börsenexterner (meist) Rohöl-Handel (vorzugsweise mit Brent), auch bekannt als Swap-GeschĂ€ft. Hierbei "verkauft" der VerkĂ€ufer zu einem festen prompten Kassapreis, vereinbart aber gleichzeitig, z.B. in zwei Monaten zurĂŒckzukaufen, und zwar zu dem dann gĂŒltigen Preisen, wie sie in einer unabhĂ€ngigen Publikation notiert werden. Es gibt keine physische Lieferung, die ErfĂŒllung des Vertrages erfolgt ĂŒber die Ausgleichszahlung des Schuldners.

CFPP

Cold-Filter-Plugging-Point (Grenzwert der Filtrierbarkeit), dient der Beschreibung des KÀlteverhaltens bei Heizöl und Diesel.

CFTC

Commodity Futures Trading Commission. UnabhĂ€ngige staatliche US-amerikanische Kommission, die vom Kongreß eingesetzt wurde, um den Handel an den US-amerikanischen Terminbörsen zu regulieren (seit 1975 tĂ€tig). Vorher wurden die Terminbösen vom Landwirtschaftsministerium kontrolliert. Zu den am meisten beachteten regelmĂ€ĂŸigen Veröffentlichung der CFTC gehört die wöchentliche Bekanntgabe offener, spekulativer Börsenpositionen.

Chart

Börsendiagramm mit grafischen Darstellungen vergangener Preisbewegungen und anderen Angaben ĂŒber das „technische“ Marktverhalten. Dient auch zur Bestimmung von PreiswiderstĂ€nden und UnterstĂŒtzungsniveaus.

Chartanalyse

Die Chartanalyse prognostiziert die zukĂŒnftige Preisentwicklung einerseits durch visuelle Analyse der graphischen Darstellung des Marktgeschehens an der Börse, andererseits durch Wertereihen, die mit Hilfe besonderer mathematischer Methoden auf Grundlage der

Eröffnungs- Höchst- Tiefst- und Schlußwerte errechnet werden. Die graphische Darstellung geschieht mittels BarchartLinienchart oder Candlesticks und ermöglicht die Festlegung von Trendlinien und das Einzeichnen von Mustern. Die rechnerischen Werte werden in erster Linie beim MomentumRSIStochastikMoving Average und Bollinger-BĂ€ndern verwendet.

Cif

Cost, insurance,fFreight (Kosten, Versicherung, Fracht) Klausel im internationalen(Öl) Handel, die besagt, daß der VerkĂ€ufer die Kosten und die Fracht fĂŒr die Beförderung der Ware zum vereinbarten Bestimmungsort und die Seetransportversicherung gegen die Gefahr des Untergangs oder von SchĂ€den an der Ware wĂ€hrend des Transports tragen muss ( siehe FOB).

Clearing

Ist der Prozeß der Abwicklung, Besicherung und geldlichen Regulierung der an einer Terminbörse abgeschlossenen GeschĂ€fte, den die Clearingbank durchfĂŒhrt.

Clearing

Ist der Prozeß der Abwicklung, Besicherung und geldlichen Regulierung der an einer Terminbörse abgeschlossenen GeschĂ€fte, den die Clearingbank durchfĂŒhrt.

Close

Letzter Handel in einer Börsensitzung. Schlußphase eines Markttages, die durch den offiziellen Schlußkurs (settlement price) abgeschlossen wird.

Cloudpoint

Temperatur, bei der flĂŒssige Produkte TrĂŒbung durch Ausscheidung von Parafinkristallen zeigen. Dient der Angabe des KĂ€lteverhaltens bei Mitteldestillaten.

CO2

Kohlendioxid. Abgas, das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht.

Coker

Ein Coker ist eine Raffinerieanlage zur Umwandlung sehr schwerer KohlenwasserstoffmolekĂŒle in leichtere Produkte. Dabei entsteht Petrolkoks. Es gibt eine Reihe von Verfahrenvarianten, deren bekannteste das „Delayed coking“ (verzögerte Koksbildung) ist.

Petrolkoks wird ĂŒberwiegend zur Herstellung von Elektroden fĂŒr die Aluminiumerzeugung und als Brennstoff verwendet.

Contango

PreisverhĂ€ltnis (insbesondere an den Terminbörsen), bei denen der Preis spĂ€terer ErfĂŒllungstermine ĂŒber dem Preis des Spot- bzw. Frontmonats liegt. Gegenteil ->backwardation

Convenience

(Engl. fĂŒr Annehmlichkeit, Bequemlichkeit) steht fĂŒr die Waren- und Dienstleistungsangebote im Tankstellenshop, die der Kunde angenehm, bequem, zeitsparend und ohne Parkplatzsorgen nutzen kann.

Cracker

Ein Cracker ist eine Anlage, in der KohlenwasserstoffmolekĂŒle beim hoher Temperatur gespalten werden. Auf diese Weise entstehen aus festen oder zĂ€hflĂŒssigen Produkten leichtflĂŒssige Produkte oder aus leichtflĂŒssigen Produkten Gase. In der Petrochemie ist Cracker ein Synonym fĂŒr Olefinaanlage.

Cross-Hedge

Ein Cross-Hedge ist ein ErsatzsicherungsgeschĂ€ft, weil an der Terminbörse keine Futures auf die eigentliche Ware gehandelt werden. Statt dessen weicht der Hedger auf einen Futures aus, dessen Basisgut seiner Ware Ă€hnelt und deren Preise Ă€hnlich verlaufen, z.B. Heizöl und Diesel, Jet.

DAX

Deutscher Aktienindex. Der DAX reflektiert als Durchschnitt 30 deutsche Aktien-Standard-Werte (siehe  DOW-Jones).

Day Trading

(Tageshandel) Eröffnung und Schließung einer Position innerhalb eines Börsentages.

Dealer

(Deutsch: HĂ€ndler) Angestellter eines Brokers, der fĂŒr Kunden Kauf- und VerkaufsauftrĂ€ge abwickelt.

Delivery Month

Ein bestimmter Liefermonat (Terminmonat), auf den der Kontrakt lautet und in dem an einem bestimmten Zeitpunkt das Termin- zum KassageschĂ€ft wird, wenn vorher keine Glattstellungerfolgte.

Destillationsanlage

Eine Destillationsanlage ist die erste Stufe der Rohölverarbeitung. Hier werden die unterschiedlichen Bestandteile des Rohöls (wie Benzin und Heizöl) voneinander getrennt. Anschließend werden die Produkte veredelt (z.B. entschwefelt) oder weiterverarbeitet.

Dieselkraftstoff

Dieselkraftstoff gehört wie das leichte Heizöl zu den so genannten Mitteldestillaten. Die QualitĂ€tsanforderungen fĂŒr Dieselkraftstoff sind in der DIN EN 590 niedergelegt. Wie auch bei Ottokraftstoff sind auf der Grundlage des Auto/Öl-Programms die Anforderungen an Dieselkraftstoff verschĂ€rft worden. So wurde der Schwefelgehalt mit Wirkung vom 1. Januar 2000 europaweit auf 350 ppm (ppm) limitiert. Laut EU-Richtlinie sollte der Schwefelgehalt von Dieselkraftstoff ab 2005 nur noch 55 ppm (Bezeichnung : schwefelarm) betragen und wurde bis 2009 weiter auf 10ppm gesenkt. Die Bundesregierung hatte sich allerdings entschieden, Dieselkraftstoff mit höheren Schwefelgehalten bereits ab 1. November 2001 höher zu besteuern, um die EinfĂŒhrung schwefelarmer Kraftstoffe zu fördern. Bereits seit Januar 2003 wurde in Österreich und Deutschland die sogenannte Schwefelfreiheit erreicht. Als Steuer gilt fĂŒr Diesel 10ppmS die Mineralölsteuer von EUR 470/cbm in Deutschland.

DIN

Deutsche Industrie Norm

DIN-Normen fĂŒr Mineralöl

 Zur Sicherung, GewĂ€hrleistung und ÜberprĂŒfung der QualitĂ€t von Mineralölprodukten aufgestellte Anforderungen und zur Untersuchung vorgeschriebene Analysemethoden (OttokraftstoffDieselkraftstoff, Heizöl). Die Normen werden im Fachausschuß fĂŒr Mineralöl- und Brennstoffnormung (FAM) im Deutschen Institut fĂŒr Normung (DIN) von Herstellern, Verwendern und Behörden erarbeitet und werden zur QualitĂ€tssicherung bei GeschĂ€ftsbeziehungen und als Grundlage staatlicher Regelungen (KraftstoffqualitĂ€tsverordnung) verwendet (Normung).

Diskont

Diskontsatz, den der Rat der EuropĂ€ischenzentralbank (EZB) beschließt, dient der Regulierung der Geldversorgung und des Zinsniveaus. Es ist der Zinssatz, den die Deutsche Bundesbank den Kreditinstituten beim Ankauf von Wechseln von GeschĂ€ftsbanken berechnet, den die Banken ihren Kunden beim Ankauf von Wechseln in Rechnung stellen (Lombard).

Divergenz

Auseinanderlaufen von Preisrichtung und Bewegungsrichtung bei MomentumRSI und Stochastik. Deutet eine potentielle Trendumkehr an.

DK

Dieselkraftstoff

DOE

US-Department of Energy. Amerikanische Energiebehörde. Sie veröffentlicht wöchentliche Daten zum Ölmarkt (siehe auch API).

DOW-JONES

Der bekannteste Aktien Kursindikator weltweit, der den Verlauf des Durchschnitts amerikanischer Standardaktien wiedergibt (siehe DAX).

Downstream

Bezeichnung fĂŒr alle TĂ€tigkeitsbereiche im MineralölgeschĂ€ft im Anschluß an die Ölförderung (Upstream): also Transport, Verarbeitung, Vertrieb, Forschung und Entwicklung.

DĂŒsentreibstoff

EBITAD

Das EBITAD (Earning before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) entspricht dem Betriebsergebnis vor Zinsaufwand, Steuern und Abschreibungen (aber nach auslÀndischen Explorations- und Produktionssteuern).

eBusiness

Ist der Oberbegriff fĂŒr die UnterstĂŒtzung der GeschĂ€ftsbeziehungen eines Unternehmens durch Informations- und Kommunikationssysteme, insbesondere Technologien, die auf dem Internet basieren.

EBV

Erdölbevorratungsverband e.V., Körperschaft öffentlichen Rechts. Verantwortung  zur Mengensicherung fĂŒr KrisenfĂ€lle. Der Kostenaufwand wird durch den s.g. EBV-Beitrag an den Verbraucher weitergeleitet. Die EBV-BeitrĂ€ge sind ProduktabhĂ€ngig (siehe Bevorratung).

EFP

Exchange for physicals, Handel eines Papierwertes gegen einen physischen Wert. Am Tag der Lieferung wechselt durch Übertragung der Börsenkontrakte die physische Menge den Besitzen.

EigenhÀndler

(Englisch: locals) Ein EigenhĂ€ndler ist ein Börsenteilnehmer, der ausschließlich fĂŒr eigene Rechnung handelt.

Einschuß oder Ersteinschuß

Der Einschuß ist die Sicherheitsleistung, die jeder Marktteilnehmer hinterlegen muß, um einen Kontrakt handeln zu können.

Ekofisk

Ölfeld in der Nordsee bzw. Rohöl aus diesem Feld.

Emissionen

Sind die von industriellen und gewerblichen Anlagen ausgehenden Luftverunreinigungen (Schadstoffausstoß). Immission sind die auf Menschen , Tiere, Pflanzen oder Sachen einwirkenden Luftverunreinigungen (Niederschlag von Emissionen).

Erdgas

Sammelbezeichnung fĂŒr brennbare, ĂŒberwiegend aus Methan bestehende Naturgase, deren weitere Bestandteile u.a. Ethan, Propan, Stickstoff, Kohlendioxid, in einigen FĂ€llen auch Schwefelwasserstoff sind. Erdgas ist z.T. gemeinsam mit Erdöl entstanden, z.T. hat es sich im Laufe der Inkohlung aus Kohle gebildet. Es wird hauptsĂ€chlich als Brennstoff verwendet. Der Einsatz in Kraftfahrzeugen (direkt oder zur Erzeugung von Methanol oder Wasserstoff als Brennstoffzellenantrieb) ist zur Zeit Gegenstand intensiver Forschungen.

Erdöl

Ist ein natĂŒrlich vorkommendes Gemisch aus Kohlenwasserstoffen verschiedenster Zusammensetzung (besonders Paraffine, Naphthene, Aromaten.

EU

EuropÀische Union

Eurosuper

(Engl: Eurograde) Superkraftstoff mit einer Oktanzahl von minimum 95.

Exploration

Suche nach Erdöl oder Erdgas.

FCC-Anlage

FCC steht fĂŒr Fluid Catalytic Cracker. Eine FCC-Anlage ist eine Konversionsanlage, in welcher der Spaltvorgang durch einen Katalysator unterstĂŒtzt wird.

Fed

Federal Reserve Bank, US-Bundesbank

Feedstock

Bezeichnung fĂŒr Einsatzprodukte zur weiteren Be- und Verarbeitung im Raffinerieprozeß.

Flammpunkt

Temperatur eines Mineralölproduktes, bei der sich unter in PrĂŒfnormen definierten Bedingungen – in einem geschlossenen Tiegel – durch FremdentzĂŒndung entflammbares Gemisch bildet. Typische Flammpunkte sind:

Benzin

unter 0 Grad Celsius

Petroleum

ca. 40 Grad Celsius

Dieselkraftstoff, Heizöl EL

56 Grad bis 65 Grad Celsius

Schmieröle:

ĂŒber 100 Grad Celsius

Flash point (Flammpunkt)

siehe Flammpunkt

Floor Broker

Makler, der durch seine Börsen-Mitgliedschaft zum direkten Handel an der entsprechenden Börse berechtigt ist. »Broker

Flotta

Ölfeld in der Nordsee bzw. Rohöl aus diesem Feld.

Flugbenzin

Flugbenzin ist ein hochoktaniger Kraftstoff fĂŒr Flugzeuge mit Kolbenmotoren (Sport- und kleine Privatflugzeuge). FĂŒr Flugbenzin gilt die US-amerikanische Anforderungsnorm ASTM D910 Sorte 100 LL (Oktanzahl 10, Low lead=niedriger Bleigehalt). Die Bezeichnung im angelsĂ€chsischen Raum ist Avgas 100 LL fĂŒr „Aviation gasoline“.

Flugturbinenkraftstoff

Flugturbinenkraftstoff (Jet fuel, Jet A-1, DĂŒsenturbinentreibstoff) ist ein sorgfĂ€ltig raffiniertes Petroleum fĂŒr Turbinentriebwerke der kommerziellen Luftfahrt. Wegen der hohen Anforderungen dieser Triebwerke gelten fĂŒr diese Kraftstoffart sehr umfassend international einheitliche QualitĂ€tsbestimmungen.

FlĂŒssiggas

(Engl.: Liquified Petroleum Gas, Abk.: LPG)  ist die Bezeichnung fĂŒr die unter Druck verflĂŒssigten Gase Propan und Butan und deren Gemische. FlĂŒssiggas dient in erster Linie fĂŒr Heiz- und Kochzwecke, kann aber auch als Autogas in entsprechend modifizierten Ottomotoren verwendet werden.

Fob

Free on board (frei Verschiffungshafen): Lieferung "frei an Bord" eines Schiffes in einem benannten Verschiffungshafen (siehe cif).

FOD

Fuel Oil Domestique (franz: Bezeichnung von Heizöl, das fĂŒr den französischen Markt qualitativ geeignet ist).

Force Majeure

Höhere Gewalt, es handelt sich dabei um Ereignisse die außerhalb des Verantwortungsbereichs der Vertragsparteien liegen und eine VertragserfĂŒllung verhindern. (z.B.: Erdbeben, Unwetter, Streik). Die "Force Majeure"-Klausel entbindet von der ErfĂŒllung des Vertrages.

Forties

Ölfeld in der Nordsee bzw. Rohöl aus diesem Feld.

Fot

Free on tank-Iorry / free on truck: frei Tankwagen ab Raffinerie oder Lager in einem benannten Ort.

Free Carrier (Frei FrachtfĂŒhrer (benannter Ort))

Diese Klausel basiert auf den gleichen GrundsĂ€tzen wie die Vertragsformel FOB, mit der Ausnahme jedoch, daß der VerkĂ€ufer seine Verpflichtungen erfĂŒllt, wenn er die Ware dem FrachtfĂŒhrer am benannten Ort ĂŒbergibt.

Freie Tankstellen

Als freie Tankstellen, markenlose oder weiße Tankstellen werden die Tankstellen bezeichnet, die ihre Kraft- und Schmierstoffe im eigenen Namen und fĂŒr eigene Rechnung verkaufen und nicht in das Vertriebssystem einer Markenfirma eingegliedert sind.

Von den gegenwĂ€rtig rund 16.300 Tankstellen in Deutschland können gut 6.100 zu den so genannten freien Tankstellen gerechnet werden. Unter ihnen  die knapp 1.700 Tankstellen im Bundesverband Freier Tankstellen und UnabhĂ€ngiger Deutscher MineralölhĂ€ndler (BFT) sowie die rund 750 unter der Marke AVIA zusammengeschlossenen freien Tankstellen.

Frontmonat

Jeweils aktuell gehandelter Kontraktmonat an der Börse.

Fundamentalanalyse

Die Fundamentalanalyse untersucht den Markt hinsichtlich der augenblicklich darauf einwirkenden Ereignisse und Sachverhalte wie z.B. OPEC-Politik, BestĂ€nde, RaffineriekĂŒrzungen, Wetterlage.

Furfurol

Future/Futureskontrakt

Ein Future bzw. Futures-Kontrakt ist ein standardisierter Vertrag, der an einer Terminbörse gehandelt wird. Er verpflichtet zur Lieferung bzw. Annahme einer bestimmten Ware zu einem zukĂŒnftigen Zeitpunkt. Der Kontrakt definiert die zu liefernde Ware in Mengen und QualitĂ€t und die Lieferbedingungen.

Futuresbörse

Terminbörse

Gasöl

Entspricht dem englischem "Gasoil" und meint im ĂŒblichen Sprachgebrauch heute "leichtes Heizöl" (HEL).

Geld/Brief

Gemeinsame Angabe von Geldkurs = Preis, zudem ein Wert nachgefragt wird (Kaufpreis) und Briefkurs = Preis, zudem ein Wert angeboten wird (Verkaufspreis).

Geldkurs

Ein Angebot, einen Futures-Kontrakt zu diesem Kurs zu kaufen »Briefkurs

Gewinnmitnahmen

Glattstellung einer offenen Börsenposition, bei der ein Gewinn erzielt wird.

Glattstellung

Durch eine Glattstellung werden offene Positionen geschlossen. Die Glattstellung ist der Kauf eines Futures mit identischer Ausgestaltung, wenn der Marktteilnehmer bisher eine offene Verkaufsposition hatte. Umgekehrt wird die Glattstellung einer bestehenden Kaufposition duch den Verkauf eines identischen Futures erreicht.

Glattstellungs-Transaktion

Ein GeschÀft, durch das eine bestehende Terminmarkt-Position geschlossen wird. Durch Kauf (Buy-closing) wird eine Short-Position, durch Verkauf (sell-closing) eine Long-Position geschlossen. Durch eine Glattstellungs-Transaktion ist es dem Marktteilnehmer möglich, sich vor Verfall bzw. FÀlligkeit des Terminkontrakts aus seiner Verpflichtung zu lösen und damit bestehende Gewinne oder Verluste zu Realisierung.

Gradtagszahlen

Differenz zwischen der mittleren Raumtemperatur (derzeit 20 Grad Celsius) und der mittleren Außentemperatur. Die einzelnen Gradtagszahlen werden durch Addition zu Gradtagszahlen eines Monats oder einer Heizperiode zusammen gefasst. Sie sind ein Maß fĂŒr den Verbrauch an Heizenergie.

GrenzĂŒbergangswert

Der GrenzĂŒbergangswert oder Preis frei deutsche Grenze wird vom Statistischen Bundesamt, Wiesbaden, im Rahmen der Außenhandelsstatistik monatlich nach Warenart und Herkunftsland veröffentlicht. Er ist der Wert des Rohöls bzw. der Mineralölprodukte einschließlich der Transport- und Versicherungskosten vom Ursprungsland bis zur deutschen Grenze (cif).

Grundöle

Grundöle sind die Ausgangsprodukte fĂŒr die Herstellung von Schmierölen. Sie erhĂ€lt man aus der Vakuumdestillation geeigneter Rohöle durch Entparaffinierung (Entwachsung), Entaromatisierung und eine besondere Endbehandlung, frĂŒher mit SchwefelsĂ€ure und Bleicherde, heute mit Wasserstoff (Hydrofining). Die Einstellung besonderer Eigenschaften erfolgt durch Mischung von Grundölen und durch Verwendung von Additiven.

Gullfaks

Ölfeld in der Nordsee bzw. Rohöl aus diesem Feld.

Hedger

Der Hedger ist ein Marktteilnehmer, der Futures kauft oder verkauft, um sich gegen eine PreisverĂ€nderung bei der Ware, die er kaufen oder verkaufen will, zu schĂŒtzen. Ein Hedger hat am Kassamarkt stets eine Gegenposition zur Terminmarktposition.

Hedging

Kaufabsicherung Â» Verkaufsabsicherung Hedging-Absicherung-ist die Anwendung einer Strategie zur Verringerung von Risiken, die durch ungĂŒnstige Zins- oder Kursentwicklungen entstehen können. Dabei sollen Verluste am Kassamarkt durch Gewinne am Terminmarkt kompensiert werden. Dazu mĂŒssen die an den jeweiligen MĂ€rkten gehandelten GĂŒter nicht identisch sein, jedoch ihre Preisentwicklung möglichst parallel verlaufen. So können beispielsweise im Rahmen einer Hedging-Strategie fallende Kurse zu einem Gewinn auf der Terminposition fĂŒhren, der der Höhe des Kursverlustes bei dem am Kassamarkt gehandelten Basiswert entspricht. Umgekehrt kann jedoch auch – in AbhĂ€ngigkeit von der gewĂ€hlten Strategie – der Fall eintreten, daß Gewinne am Kassamarkt durch Verluste auf der Terminposition aufgezehrt werden.

Heizöl

Heizöl gehört zur Gruppe der »Mitteldestillate und siedet zwischen 200 und 360 Grad Celsius. Heizöl wird in 2 Sorten angeboten: Als leichtes Heizöl (HEL) zur WÀrmeerzeugung und als schweres Heizöl (HS) zur Verbrennung in Industrieöfen oder Schiffsmotoren.

Heizölkennzeichnung (FÀrbung)

Die Mitteldestillate (leichtes Heizöl und Dieselkraftstoff) sind in ihrer chemischen Zusammensetzung Àhnlich. Da leichtes Heizöl mit wesentlich niedrigeren Mineralölsteuern belastet ist als Dieselkraftstoff, hat es Missbrauch von Heizöl als Dieselöl gegeben.

Der Bundesrepublik Deutschland entstanden durch diese illegale „Verdieselung“ von Heizöl erhebliche SteuerausfĂ€lle. Um den Missbrauch zu verhindern, wird seit dem 1. April 1976 leichtes Heizöl durch Farbbeimischung sowie einen Indikator (Furfurol) gekennzeichnet.

HFO 1 pct

Heavy Fuel Oil (HS, Schwefelgehalt max. 1%)

HFO 1,8 pct

Heavy Fuel Oil (HS, Schwefelgehalt max. 1,8%)

HGL

HollÀndischer Gulden

High/Hoch

Höchstwert einer Preisspanne (hoch) Tageshigh = Tageshöchstpreis.

High sulphur

Hochschwefelige Ware, gilt allgemein als Kurzbezeichnung fĂŒr schweres Heizöl im Englischen.

HSFO

High Sulphur Fuel Oil: Hoch schwefeliges Heizöl mit Schwefelgehalt von max. 3% Schwefel und mehr.

IEA

International Energy Agency) Internationale Energieagentur in Paris. Einrichtung der OECD. Wurde nach der Ölkrise 1973 von den Mitgliedsstaaten gegrĂŒndet. Aufgabe ist es: Beobachtung von Öl-Nachfrage und Angebot sowie Überwachung  der Bestandshaltung zur Vermeidung von Ölkrisen.

Immission

Sind die auf Menschen , Tiere, Pflanzen oder Sachen einwirkenden Luftverunreinigungen (Niederschlag von Emissionen).

Incoterms

International Commercial Terms (Internationale Handelsbedingungen) Die Klauseln fĂŒr den (insb. Internationalen) Handel, die die Export-/Importfreimachungen, den Transport, den Lieferort, den Gefahren-/KostenĂŒbergang sowie die Transportversicherung bei einem WarenhandelsgeschĂ€ft regeln.

Interconnector

Interconnector heißt die Unterwasser-Pipeline, die seit 1998 das britische Gastransportsystem mit dem des Kontinents verbindet. Die Leitung ist 235 Kilometer lang und verlĂ€uft von Bacton (England) bis Zeebrugge (Belgien). Betreibergesellschaft ist Interconnector UK Ltd..

IP

Institute of Petroleum, London - Renommierte Einrichtung der Ölindustrie Großbritanniens, die als Diskussionsforum und fĂŒr die Standardisierung von Testmethoden eingerichtet wurde.

IPE

International Petroleum Exchange, London - Die IPE notiert seit 1981 als Futuresbörse in London vor allem Energiefutures. An der IPE wird der gesamte Handel mit Videokameras aufgezeichnet. Am aktivsten gehandelt werden die Futures auf Nordseeöl der QualitÀt Brent und auf Heizöl.

IT-Produkte

Stellen Prozesse, Verfahren oder Einrichtungen fĂŒr die Erstellung oder Nutzung von Informationen zur VerfĂŒgung. IT-Produkte unterstĂŒtzen die automatische Abwicklung von GeschĂ€ftsprozessen oder erledigen diese zumindest in Teilen sogar komplett.

IWO

Institut fĂŒr wirtschaftliche Oelheizung e.V. mit Sitz in Hamburg, www.iwo.de

Jato

> Tonnen pro Jahr. GrĂ¶ĂŸe, die insb. der Angabe einer Raffinerie (KapazitĂ€t, Auslastung) dient.

Jet fuel

Jet fuel ist das englische Wort fĂŒr Flugturbinentreibstoff oder Kerosion.

JP-1

Jet Petroleum No. 1 (Flugturbinenkraftstoff), fĂŒr die zivile Luftfahrt.

Kassamarkt

Der Kassamarkt ist der Markt, auf dem die physische Ware gehandelt wird. Im Gegensatz dazu wird am Terminmarkt in der Regel keine Ware bewegt und ausgetauscht, sondern es werden KaufvertrÀge geschlossen und glattgestellt.

Katalysator

Ein Katalysator besteht aus Materialien, die den Ablauf chemischer Reaktionen beschleunigen, ohne sich dabei selbst zu verÀndern.

Kaufabsicherung

Eine Kaufabsicherung dient dem Verwender einer Ware dazu, durch den Kauf eines Futures-Kontraktes sich den Preis einer Einkaufsware, die man zu einem zukĂŒnftigen Zeitpunkt kaufen möchte, zu sichern.

Kavernenspeicher

Kavernenspeicher sind  Untertagespeicher zur Lagerung von Gasen oder FlĂŒssigkeiten in kĂŒnstlich angelegten HohlrĂ€umen. HierfĂŒr werden vorwiegend Salzablagerungen genutzt, in denen gezielt HohlrĂ€ume (Kavernen) durch AusspĂŒlen mit Frischwasser (Solung) geschaffen worden sind. Die Salzschicht, die die Kaverne umgibt, sowie das darĂŒber liegende Gebirge ermöglichen eine Speicherung unter hohem Druck und machen ein Entweichen des gespeicherten Stoffes unmöglich. (Porenspeicher).

Kavernen bieten im Vergleich zu oberirdischen Lagermöglichkeiten mehrere Vorteile. FĂŒr sie benötigt man an der ErdoberflĂ€che keinen Raum. Sie sind nahezu unsichtbar und beeintrĂ€chtigen das Landschaftsbild nicht. Zudem sind die Investitionen fĂŒr Kavernen, bezogen auf den Kubikmeter Lagerraum, mehr als zwei Drittel niedriger als z.B. fĂŒr oberirdische Stahltanks. Nachteil ist, daß nicht jeder Untergrund auf Dauer FlĂŒssigkeitsdichtigkeit garantieren kann und so fĂŒr das Anlegen von Kavernen geeignet ist.

1995 gab es in der Bundesrepublik Deutschland rund 30 Millionen Kubikmeter Lagerraum in Kavernen.

In der Bundesrepublik Deutschland wird ein Großteil der PflichtvorrĂ€te (Bevorratung), ĂŒberwiegend Rohöl, in solchen Kavernen gelagert. Sie werden daher fast ausschließlich vom Erdölbevorratungsverband (EBV) bzw. vom Bund betrieben.

Kerosin

Ist die Fraktion der Rohöldestillation im Siedebereich von etwa 150 bis 250 Grad Celsius. Kerosin wird hauptsĂ€chlich fĂŒr Flugturbinentreibstoff eingesetzt (auch als Jet Fuel bezeichnet).

Kohlenwasserstoffe

Sind organische, chemische Verbindungen, die vorwiegend aus Kohlen- und Wasserstoff bestehen.

Kommission (GebĂŒhr)

Ein nicht unerheblicher Faktor fĂŒr den Börsenakteur sind die Kosten des Handels, die bei jeder Transaktion anfallen und Verluste vergrĂ¶ĂŸern sowie Gewinne schmĂ€lern. Wer aus kurzfristigen Bewegungen Vorteile erzielen will, muß demgemĂ€ĂŸ hĂ€ufige Transaktionen abschließen. HĂ€ufige Transaktionen fĂŒhren aber zu hohen GebĂŒhrenbelastungen. Diese Kosten, auch Kommissionen genannt, sind in der Regel festvereinbarte BeitrĂ€ge fĂŒr den Kauf und Verkauf (Roundturn) eine Kontraktes, gleichgĂŒltig wie hoch der erforderliche Einschluß oder der gesamte Kontraktwert ist. Ausnahmen bilden Metall-Kontrakte der Londoner Metal Exchange (LME). Bei diesen Kontrakten betrĂ€gt die Kommission einen Prozentsatz des gehandelten Kontraktwertes.

Konsolidierung

Eigentlich die Umwandlung kurzfristiger in langfristiger Schulden. Im Börsensprachgebrauch eine Stabilisierung der Kurs- bzw. Preisentwicklung, in Reaktion auf vorangegangene starke Bewegungen.

Kontrakt

An den TerminmĂ€rkten standardisierte Mengen fĂŒr ein Options- oder FuturesgeschĂ€ft. Die standardisierten Kontraktspezifikationen enthalten standardisierte Angaben ĂŒber Laufzeit des Kontrakts, Menge und QualitĂ€t des Basiswertes, bei Optionskontrakten darĂŒber hinaus noch die Angabe des Optionstyps und des Basispreises, zu dem der Basiswert zu liefern bzw. abzunehmen ist. Einzige Variable ist der Preis des Kontrakts, der an der Börse ausgehandelt wird.

Konvergenz

Zusammenlaufen von Preisrichtung und Bewegungsrichtung bei MomentumRSI und Stochastik.

Konversionsanlage

Eine Konversionsanlage ist eine Bearbeitungsanlage, in der aus zĂ€hflĂŒssigen bis festen ErdölrĂŒckstĂ€nden leichtflĂŒssige Produkte hergestellt werden. (CokerCracker)

Kraft-WĂ€rme-Kopplung (KWK)

KWK bezeichnet die gleichzeitige Gewinnung von Strom und WĂ€rme in einer Anlage. Die WĂ€rme wird entweder zu Heizzwecken (FernwĂ€rme) oder in Produktionsprozessen (ProzesswĂ€rme) genutzt. (siehe: Blockheizkraftwerke / BHKw)

Kraftstoffe schwefelarm-schwefelfrei

Als schwefelarm werden Kraftstoffe bezeichnet, die - gemĂ€ĂŸ dem Auto-/Oil-Programm (AOP) - einen Schwefelgehalt von weniger als 50 ppm aufweisen. Schwefelfreie Kraftstoffe sind Kraftstoffe mit weniger als 10 ppm Schwefel.

Last/letzer Handel

Preis fĂŒr den zuletzt durchgefĂŒhrten Abschluß eines Kontrakts in der Börsensitzung.

Last Trading Day

Aufgrund von Börsenregeln festgesetzter letzter Handelstag eines Terminkontraktes. (Expiry Day)

Limit

Das Limit gibt bei einem limitierten Kaufauftrag den Höchstpreis, zu dem gekauft werden darf.

Linienchart

Graphische Darstellung des Börsengeschehens mittels einer Linie. Sie wird in der Regel gebildet durch die Verbindung aller Schlußwerte einer Zeitperiode.

Liquidation

(Glattstellung) Die Positionen werden glattgestellt und zwar durch Kauf bei einer short Position und durch Verkauf bei einer long Position.

LNG (Liquefied Natural Gas)

LNG ist die AbkĂŒrzung fĂŒr verflĂŒssigtes Erdgas. Da der Erdgastransport von weit entfernten LagerstĂ€tten durch Pipelines schwierig oder unwirtschaftlich sein kann, verflĂŒssigt man das Erdgas durch AbkĂŒhlung auf ca. 162  Grad Celsius und verkleinert dadurch das Volumen gegenĂŒber dem gasförmigen Zustand auf den 600sten Teil, Dieses LNG wird in FlĂŒssig-Erdgas-Tankern zu den VerbraucherlĂ€ndern transportiert, um dort wieder verdampft zu werden.

Locals

(siehe EigenhĂ€ndler)

Lombard

Lombardsatz, den der Zentralbankrat festlegt, dient der Regulierung von Kredit- und somit Geldversorgung der Wirtschaft. Es ist der Zinssatz, zu dem die Bundesbank den Kreditinstituten gegen VerpfÀndung von Wertpapieren Kredite gewÀhrt. (->Diskont)

Long

Engl. "long", bezeichnet den Besitz von Waren ĂŒber Lieferverpflichtung hinaus, bzw. an der Börse erworbene Kaufoptionen. Insb. bei Spekulationen auf steigende Preise.(Hausse-Spekulation) (deutsch: lang) Man ist „long“, wenn man eine Kauf-Position hĂ€lt, weil man höhere Preise erwartet.

Long-Hedge

Long-Position

Position, die durch den Kauf eines oder mehrerer Kontrakte entsteht und nicht durch den Verkauf entsprechender Kontrakte ausgeglichen ist.

Lot

Angabe der Mengeneinheit, zu der an der jeweiligen Warenterminböse gehandelt wird.(z.B. bei Gasoil an der IPE: 1Lot = 100 Tonnen) ( -> Volumen) (deutsch = Los) Standardisierte Handelseinheit einer Ware.

low/tief

Tiefstwert einer Preisspanne.

LPG (Liquefied Petroleum Gas)

LPG ist der englische Ausdruck fĂŒr FlĂŒssiggas.

LSFO

Low Sulphur Fuel Oil (schweres Heizöl mit einem Schwefelgehalt von max. 1,0%).

MA

Moving Average (Gleitender Durchschnitt), Börsenindikator

Margin

Die Margin ist ein Betrag, der in einem Konto als Sicherheitsleistung hinterlegt wird, um die ErfĂŒllung des Kontraktes zu gewĂ€hrleisten (initial margin), bzw. die Höhe, um die dieses Konto verĂ€ndert wird (variation margin).

mbpd

Million barrels per day: Internationale gebrĂ€uchliche Maßangabe der Förderung, Verarbeitung und Lieferung/Verkauf von Öl.

Methan

Methan ist ein farb- und geruchloses, nicht giftiges und brennbares Gas, das sich bei der anaeroben Verwesung von tierischen und pflanzlichen Teilen bildet. Methan ist Hauptbestandteil des  Erdgases, Begleiter des Erdöls und Teil des  Kokerei- und  Stadtgases. Es setzt sich aus einem Atom Kohlenstoff und vier Atomen Wasserstoff zusammen (chemische Formel: CH4).

Methanol

Methanol (Methylalkohol, Siedpunkt 65 Grad Celsius) ist der vom chemischen Aufbau her der einfachste Alkohol und nicht zu verwechseln mit dem „Trinkalkohol“ (Ethanol). Methanol ist giftig. Nach heutigem Stand der Technik kann Methanol aus einer ganzen Reihe von Rohstoffen hergestellt werden: aus schweren ÖlrĂŒckstĂ€nden, aus Erdgas, aus Braunkohle und Steinkohle, aus Holz und kohlestoffhaltigen AnfĂ€llen.

In einem Gemeinschaftsprojekt „Alternative Energien fĂŒr den Straßenverkehr“ des Bundesministeriums fĂŒr Forschung und Technologie (BMFT) und der Deutschen Wissenschaftlichen Gesellschaft fĂŒr Erdöl, Erdgas und Kohle (DGMK) wurde die Verwendung von Methanol als Kraftstoff (im direkten Einsatz, M 100 und als Benzin-Methanol-Mischkraftstoff, M 15 oder M 3) untersucht und dokumentiert.

MIP

Mittlere ImportparitÀt

Mitteldestillate

Als Mitteldestillat wird eine Fraktion der Rohöldestillation bezeichnet, deren Siedebereich der einzelnen Komponenten zwischen 180 und 360 Grad Celsius liegt. Zu ihnen gehören im wesentlichen leichtes »HeizölDiesel, Flugturbinenkraftstoff.

Mogas

Engl. Motor gasoline = Motorenbenzin (Ottokraftstoff).

Momentum

Zeigt die Schwungkraft an, mit der ein Terminkontrakt oder Preis steigt oder fĂ€llt. Überschreitet das Momentum die Mittellinie von unten nach oben, gilt dies als Kaufsignal (=steigende Preise), durchbricht sie die Mittellinie von oben nach unten, ist mit fallenden Preisen zu rechnen.

Monatswechsel

Meint an den Terminbörsen jeweils das Auslaufen des 1. Monats (Front- oder auch Spotmonat), wobei der bisherige 2. Monat dann Frontmonat wird und die anderen Folgemonate entsprechend vorrĂŒcken. UnabhĂ€ngig von dem kalendarischen Monatswechsel.

Moving Averages (MA)

Gleitende Durchschnittswerte der Schlußkurse einer bestimmten Zeitperiode. MAs werden zur Feststellung des Trends herangezogen und können bei Verwendung mehrerer Durchschnittslinien Kauf- und Verkaufssignale generieren.

MTBE (MethyltertiÀrbutylether)

MTBE wird aus Methan und Isobuten hergestellt. MTBE ist sehr klopffest und wird als Kraftstoffkomponente verwendet. Durch seinen sehr intensiven Geruch und Geschmack wird es bereits in geringsten Konzentrationen wahrgenommen. In mehreren Bundesstaaten der USA wird die Nutzung von  MTBE untersagt, weil mehrere Trinkwasserquelle wegen MTBE aus undichten Kraftstofftanks unbrauchbar wurden. In Deutschland sind – im Unterschied zu den USA – nahezu alle Tankstellen mit doppelwandigen Tanks ausgerĂŒstet worden, so daß (wie das Umweltbundesamt in Berlin bestĂ€tigt) keine GefĂ€hrdung des Grundwassers zu befĂŒrchten ist.

ETBE, EthyltertiÀrbutylether, enthÀlt Ethanol statt Methanol und hat dem MTBE Àhnliche Eigenschaften.

mth

Engl. AbkĂŒrzung fĂŒr "month", meint Bösenmonat

mton

Metric tonne (Metrische Tonne), 1000 kg

Muster

Besonders im Barchart ergeben sich durch das Hintereinander der Bars verschiedene Muster, die fĂŒr die weitere Börsenentwicklung Hinweise geben. Eine doppelte Spitze ist ein trendumkehrendes Muster, ebenso der doppelte Boden. Eine kleine AbwĂ€rtsbewegung im AufwĂ€rtstrend wird Bull-Flag genannt und bestĂ€tigt die Preisrichtung. Es gibt eine FĂŒlle von verschiedenen Mustern, die entweder trendbestĂ€tigende oder trendumkehrende Aussagekraft haben.

Nachschuß

Der Nachschuß ist die Zahlung, die vom Marktteilnehmer bezahlt werden muß, um seine Sicherheritsleistungen bei der Clearingbank aufzufĂŒllen. Der Nachschuß wird von der Clearingbank per Margin-Abruf eingefordert.

Naphtha

Ist ein direkt aus dem Rohöl abgetrennter Benzinanteil mit einem Siedebereich  bis zu 180 Grad Celsius (Rohbenzin). Naphtha wird imPetrochemiebereich als Vorprodukt, z.B. in der Kunststoffherstellung, eingesetzt..

NAPM

National Association of Purchasing Managers, insb. Der NAPM-Index. Gilt als Konjunkturbarometer, das die Einkaufsneigung wiederspiegelt.

Nationales Informationssystem (NIS)

Das Ziel dieses zwischen Bundeswirtschaftsministerium und Mineralölindustrie auf freiwilliger Basis vereinbarten Systems ist eine Verbesserung der Information der Bundesregierung ĂŒber den deutschen Ölmarkt. Das System besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen:

  • Den Monatsmeldungen ĂŒber die Preise der wichtigsten Mineralölprodukte auf dem Inlandsmarkt (Verbaucher-, Großhandels-, Ab-Raffinerie-Preise);
  • Den Halbjahresmeldungen ĂŒber Rohöl- und Produktenimportpreise, die wesenlichen Kostenelemente im Bereich Verarbeitung und Vertrieb, die Nettoerlöse nach Hauptprodukten, die Ergebnisrechnung und die Absatzstruktur der Mineralölindustrie

Seit 1974 hat diese System in konstruktiver Zusammenarbeit zwischen dem Bundeswirtschaftsministerium und der Mineralölindustrie eine permanente Anpassung an die sich wandelnden Erfordernisse erfahren.

NDO

Norddeutsche Oelleitungsges.mbH

Net-Back-VertrÀge

Bezeichnung fĂŒr RohölvertrĂ€ge, bei denen der Rohölpreis nachtrĂ€glich auf der Basis der Preise fĂŒr die aus dem Rohöl hergestellten Produkte abzĂŒglich einer Raffineriemarge und der Transportkosten ermittelt wird.

NK

Normalbenzin, Ottokraftstoff mit einer Oktanzahl von minimum 91.

Non-OPEC

Rohölfördernde LĂ€nder die nicht der OPEC angehören.

NWE

Northwest Europe, Nordwest-Europa

NWO

Nord-West-Oelleitung Gmbh

NYMEX

New York Mercantile Exchange - Futuresbörse in New York. Als Butter and Cheese Exchange of New York  1872 gegrĂŒndet, wurde sie 1882 in New York Mercantile Exchange umbenannt.

OAPEC (Organization of Arab Petroleum Exporting Countries)

Die OAPEC wurde im Januar 19968 gegrĂŒndet und hat ihren GeschĂ€ftssitz in Kuwait. Wesentliches Zeil der Gemeinschaft ist die Koordination der arabischen Ölpolitik. Auf diese Staatengruppe entfallen rund 60% der Welt-Ölreserven.

Mitglieder: Arabische Emirate, Ägypten, Algerien, Bahrein, Irak, Libyen, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien (Mitgliedschaft ruht seit 1987)

Offene Positionen

Das offenen Interesse ist die Summe aller Open-Contracts, also die Summe aller Hausse-Baissepositionen, deren Anzahl ja identisch sein muß. Die Analyse des OI ist ein wichtiger Bestandteil fĂŒr die technische Beurteilung des Marktes.

Offer

In deutscher Sprache als "Angebot" bezeichnet.

Offshore

Als Offshore bezeichnet man die Erdöl- und Erdgaserschließungen vor der FestlandkĂŒste, auf dem die Kontinente umgebenden ShelfgĂŒrteln oder in grĂ¶ĂŸeren BinnengewĂ€ssern.

OK

Oktanzahl

Bei der Bestimmung der Klopffestigkeit wird ein besonderer Einzylinder-PrĂŒfstandsmotor verwendet. Ja nach Arbeitsbedingungen liefert er die ROZ (Research-Methode) oder die MOZ (Motor-Methode). Alle Einzelheiten des Messverfahrens sind in DIN 51 756 (DIN-Normung fĂŒr Mineralöle) festgelegt. Beide Oktanzahlen charakterisieren unterschiedliche Kraftstoffeigenschaften, die MOZ ist insbesondere ein Hinweis auf das Hochgeschwindigkeits-Klopfverhalten. Die ROZ ist in Deutschland durch die Norm DIN EN 228 (Ottokraftstoff) fĂŒr Normalbenzin auf mindestens 91, fĂŒr Superbenzin auf mindestens 95 und fĂŒr Super Plus auf mindestens 98 festgelegt.

Olefine

Ist ein Sammelausdruck fĂŒr einfach ungesĂ€ttigte Kohlenwasserstoffe. Sie sind aufgrund einer Doppelbindung besonders gut fĂŒr die Polymerisation, d.h. die Aneinanderkattung von MolekĂŒlen, geeignet, Polyolefine sind das Ausgangsprodukt fĂŒr eine Vielzahl von Kunststoffen.

OPEC

Die OPEC (Organization of the Petroleum Exporting Countries), Organisation der Erdöl exportierender LĂ€nder, wurde im Jahr 1960 gegrĂŒndet. Das Kartell hat seinen GeschĂ€ftssitz in Wien.

Mitglieder: Algerien, Indonesien, Iran, Irak, Kuwait, Libyen, Nigeria, Qatar, S.-Arabien, Va. Emirate, Venezuela

OPEC-Korbpreis

Rohölkorbpreis den die OPEC-veröffentlicht und der die Preise der Rohölsorten enthĂ€lt. Rohölsorten: Bonny Light, Arabien Light, Sahara, Dubai, Tia-Juana, Isthmus, Minas

Open

Eröffnung, 1. Abschluß eines Börsenkontraktes zu Beginn des Handels.

Open Contracts

(Deutsch= offenes Interesse) Zahl der offenen Kontrakte, die gekauft oder verkauft wurde, ohne daß die Transaktionen durch den nachfolgenden Verkauf oder Kauf oder durch den Empfang oder die tatsĂ€chliche Lieferung einer Ware abgeschlossen worden ist.

Open Interest

Deutsch: offenen Positionen

Option

Kein feste Postionsnahme an der Börse. Die Option kann, muß aber nicht erfĂŒllt werden. FĂŒr Optionen werden PrĂ€mien zum Terminkontrakt vereinbart, die bei nicht Ausnutzung der Option verfallen. Siehe auch >put oder >call.

Oseberg

Ölfeld in der Nordsee

Ottokraftstoff (OK)

Ottokraftstoff ist die offizielle Bezeichnung fĂŒr Normal- (regular-) und Super- (Premium-) Kraftstoffe fĂŒr Vergaser- und Einspritzmotoren mit FremdzĂŒndung (Ottomotoren).

Over the counter (OTC)

Im TermingeschĂ€ft Bezeichnung fĂŒr den außerbörslichen Handel mit Terminkontrakten; OTC-Optionen sowie beiderseitig verpflichtende TermingeschĂ€fte, die im außerbörslichen Bereich „Forwards“ heißen, sind hinsichtlich ihrer Kontraktspezifikationen (s. Kontrakt) nicht standardisiert.

PADD

Petroleum Allocation for Defense District ermittelt seine Mineralöl-Wochenstatistiken fĂŒr die USA aufgeteilt in fĂŒnf Sektoren. (API)

pct

Percent (%), Prozent

Petroleum

Petroleum ist ein als Brennstoff, als Leuchtöl und zu Putzzwecken benutzte Fraktion der Rohöldestillattion im Siedebereich von etwa 150 Grad Celsius bis 250 Grad Celsius. Haupverwendungszweck von Petroleum ist der Einsatz als Flugturbinenkraftstoff, wie er in der Luftfahrt verwendet wird. Die englische Bezeichnung fĂŒr Petroluem ist Kerosin (Kerosene). „Petroleum“ in englischsprachigen Texten bedeutet „Mineralöl“.

Petrolkoks

Entsteht durch die Verkokung von ErdölrĂŒckstĂ€nden im Coker. Er enthĂ€lt noch flĂŒchtige Kohlenwasserstoffe (GrĂŒnkoks), die durch eine Weiterverarbeitung (Kalzinierung) ausgetrieben werden. GrĂŒnkoks wird in der industriellen WĂ€rmeerzeugung verwendet, kalzinierter Petrolkoks (Kalzinat) als Elektrodenkoks in der Aluminiumindustrie.

Physische Lieferung

Der Ausgleich von durch den Kauf und Verkauf von Futures eingegangenen Verpflichtungen durch die Lieferung der Ware.

Pit

Ring, Börsenparkett auf dem AuftrĂ€ge ausgefĂŒhrt werden > elektronischer Handel

Porenspeicher

Porenspeicher sind  Untertagespeicher aus porösem Gestein, das - Ă€hnlich wie ein Schwamm - Gas in seine Poren aufnimmt. Nach oben mĂŒssen Porenspeicher durch eine geschlossene, dichte Gesteins-schicht abgedichtet sein, damit kein Gas ausströmen kann. ( Aquifer-Speicher,  Kavernenspeicher)

Ppm (parts per million)

Tausendstel Gramm je Kilogramm (=mg/kg)

Premium:

Superbenzin

Premium spreads

Fixe AufschlĂ€ge fĂŒr Superbenzin gegenĂŒber Normalbenzin

Prev.

Previous (Vortag)

PrimÀrenergien

PrimĂ€renergien sind Naturprodukte, die ohne Umwandlung als Brennstoffe eingesetzt werden können. Zu ihnen zĂ€hlen neben den  fossilen EnergietrĂ€gern Mineralöl, Erdgas, Steinkohle und Braunkohle auch Kernbrennstoffe wie Uran und regenerative Energiequellen wie Wasserkraft, Sonne und Wind.

Produkte

OMR-Button auf der Homepage

Produktion

Im Upstreambereich bezeichnet Produktion die Förderung von Erdöl oder Erdgas.

Profile

OMR-Button auf der Homepage

Profit-taking

Put

Verkaufsoption

Raffinerie

Eine Raffinerie besteht aus Verarbeitungsanlagen, in denen aus Rohöl Mineralölprodukte hergestellt werden.

Rally

Schneller und deutlicher Preisanstieg.

Range

Preisspanne zwischen Höchst- und Tiefsnotierungen. (Spanne) Differenz zwischen dem Höchst und dem Tiefst wÀhrend eines nÀheren definierten Zeitanschnittes (z.B.Tages-Range).

Rapsöl, Rapsölmethylester

Referenzöl

Als Referenzöle („marker crude“) bezeichnet man die Rohölsorten, die den Bewertungsmaßstab fĂŒr die meisten international gehandelten Rohöle bilden. In Europa ist dieses Referenzöl beispielweise das Nordseeöl „Brent“, in den USA sind es die Sortern „Wet Texas Intermediate“ (WTI) und „Alaskan North Slope“ (ANS). Ein gebrĂ€chlicher Indikator fĂŒr die Rohölpreisentwicklung ist auch der so genannte OPEC-Korb von sieben Rohölen.

Reformulated Gasoline (RFG)

Dieser aus den USA srtammenden Begriff bezeichnet Benzine mit gegenĂŒber den z.Z. marktgĂ€ngigen verĂ€nderter Zusammensetzung, um eine Minderung der Ozonbelastung zu erreichen. FĂŒr diese Kraftstoffe wird ein Mindestgehalt an Suerstoff: z.B. MTBE, ein niedriger Benzolgehalt und ein verringerter Dampfdruck gefordert. Sie dĂŒrfen weder Blei noch andere Schwermetalle enthalten.

Die Anforderungen an das „reformulated gasoline“ sind in den USA am „Clear Air Act“ festgelegt, der 1990 verabschiedet wurde, um die Luftverschmutzung in den GroßstĂ€dten und Ballungszentren zu reduzieren. Wegen der in Europa anderen Fahrzeugtypen und Fahrweise hat die EuropĂ€ische Kommission ein eignes Auto/Öl-Programm durchgefĂŒhrt.

Regular

Normalbenzin (min. 91 Oktan).

RFG

Rohölprovenienzen

Rohöle aus verschiedenen Vorkommen (Provenienzen) weisen unterschiedliche QualitĂ€tsmerkmalen auf. Als QualitĂ€tsmaßstab werden international u.a. die API-Grade als Ausdruck der Dichte verschiedener Rohölsorten verwendet. (je höher der API, umso niedriger das Spezifische-Gewicht)

Rohölsorten

Der Korbpreis fĂŒr die OPEC-Rohöle setzt sich jetzt (15.07.05) aus elf Provenienzen zusammen, womit alle Mitglieder der Organisation berĂŒcksichtigt sind.

Im einzelnen handelt es sich um Algerian Saharan Blend, Indonisian Minas, Iranian Heavy, Iraqi Basrah Light, Kuweit Export, Libyan Es Sider, Nigerian Bonny Light, Qatar Marine, Saudi Arab Light, UAE Murban und Venezuelan BCF 17.

Dem neue Korbpreis liegt eine Dichte von 32,7 Grad API statt bisher 34,6 Grad API zugrunde. Durch die neu dazugekommenen Rohöle erhöht sich der durchschnittliche Schwefelgehalt von 1,44% auf 1,77%.

Die neue Zusammensetzung des OPEC-Korbpreises sollte nach Auffassung von Experten zu einer Verbilligung von 1$/b bis 2$/b fĂŒhren, da sich die schlechtere QualitĂ€t in der Preisfindung niederschlĂ€gt.

Rotterdamer Markt

Wichtigster Umschlagplatz fĂŒr Mineralöl in Europa und gleichzeitig bedeutendster Raffineriestandort ist die Region um Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam (ARA-Raum). Dort stehn Raffinerien mit einer GesamtkapazitĂ€t von rund 90 Millionen Tonnen sowie rund 30 Millionen Kubikmeter Tankraum, Diese Raffinerien versorgen zum einen den heimischen Markt, zum anderen dienen sie als „ Swing-Refineries“ oder „Balancing-Refineries“ den Gesellschaften fĂŒr die Versorgung anderer MĂ€rkte in Europa. Rotterdam bietet die Möglichkeit, Großtanker zu entladen. Von Rotterdam fĂŒhren eine Anzahl von Rohölpipelines nach Belgien und Deutschland sowie eine Produktenpipeline in das Rhein-Ruhr-Gebiet und bis nach Ludwigshafen (Pipeline). Daneben werden von Rotterdam aus Ölprodukte mit Binnentankschiffen ĂŒber den Rhein, NebenflĂŒsse und KanĂ€le ins Hinterland transportiert.

Round turn

Bezeichung einer kompletten Vertragsabwicklung, also öffnen und schließen einer Börsenposition.

RSI

Zeigt wie das Momentum die Dynamik eines Marktes an und signalisiert zudem eindeutig ĂŒberkaufte und ĂŒberverkaufte Marktsituationen.

Schwefelarm/schwefelfrei

Settlement Price

Offizieller Schlußpreis an der Börse. Der Preis, zu dem die Clearing-Stelle am Ende eines Handelstages den Wert des Kontraktes ermittelt. Der Settlement-Preis ist Grundlage fĂŒr die Margenberechnung der Clearing-Stelle.

SFR

Schweizer Franken

Short

LeerverkĂ€ufe (deutsch= kurz) Man ist „short“, wenn man eine Verkaufsposition hĂ€lt, weil man tiefere Preise erwartet.

Short-covering

Eindeckung von Verkaufspositionen.

Short-Hedge

Short-Position

Position, die durch den Verakuf eines oder mehrerer Kontrakte entsteht und nicht durch den Kauf entsprechender Kontrakte abgedeckt ist.

Shutdown

Zeitweise Raffineriestillegung, insbesondere bei Überholungsarbeiten oder Routineinspektionen.

SIMEX

Singapore International Monetary Exchange, Futurebörse in Singapur. UrsprĂŒnglich als erste Futuresbörse Asiens mit ausschließlichem Handel in Finanz-Futures gegrĂŒndet, notiert sie inzwischen auch Rohstoff-Futures (u.a. Brent-Rohöl).

SKE

Steinkohleneinheit= Maßeinheit, die es ermöglicht, unterschiedliche EnergietrĂ€ger in ihrem Heizwert miteinander zu vergleichen. Hierbei werden die einzelnen Energiesorten in ihrer Energieausbeute umgerechnet auf den Heizwert, die einem Kilosteinkohle = 29,26MJ/Kg = 7.000 Kcal/Kg = 1 SKE entsprechend z.B. Ein Kilo HEL = 1.46 SKE (s.auch  Umrechnungsfaktoren).

Spekulant

Der Spekulant ist ein Marktteilnehmer, der hofft, durch die Änderung von Börsenpreisen Gewinne zu erzielen. Er hat in der Regel kein Interesse an dem Besitz der Ware, mit der er an der Terminbörse handelt.

Spekulation

Gewinnorientierte Ausnutzung erwarteter PreisĂ€nderungen. Termininstrumente erlauben dem Spekulanten, Gewinne aus steigenden oder fallenden Kursen zu erwirtschaften. Im Gegensatz zum Hedger nimmt der Spekulant bewußt eine Erhöhung seines Preisrisikos vor.

Spezifikationen

Spezifikationen beschreiben die QualitĂ€tseigenschaften von Produkten mit dem Ziel, eindeutige Regelungen fĂŒr Produktionen und Vertrieb der Produkte festzulegen. Neben Grenzwerten, die nicht ĂŒber- oder unterschritten werden dĂŒrfen, erhalten die Spezifikationen auch die entsprechenden Messverfahren, nach denen die Eigenschaften ermittelt werden.

Spotmarkt

Jede Mineralölgesellschaft wird sich zeitweise ÜberschĂŒssen und zeitweise einem Mangel bie einzelnen Produkten oder RohölqualitĂ€ten gegenĂŒbersehen, die es kurzfristig auszugleichen gilt. HierfĂŒr bietet sich der Spotmarkt an.

SpotmĂ€rkte dienen dem kurzfristigen Handel mit Mineralölprodukten und Rohölen. Sie sind regionale MĂ€rkte, da der kurzfristige Ausgleich lokaler VersorgungslĂŒcken keine langen Transportzeiten erlaubt. Der Spotmarkt fĂŒr Nordeuropa ist der Rotterdamer Markt.

Spread

Preisdifferenz zwischen zwei Futureskontraktmonaten. Kombinationsstrategie: Gleichzeitiger Kauf und Verkauf von Optionen des gleichen Typs, die sich im Basispreis und/oder Verfalldatum unterscheiden. Der Anleger erwartet hierbei leicht fallende oder steigende Kurse bzw. will sich bei begrenztem Risiko den Zeitwertverfall zunutze machen. Spreads können auch mit Hilfe von Financial Futures gebildet werden. In diesem Falle werden gleichzeitig Futures gekauft und verkauft, wobei die verwendeten Kontrakte unterschiedliche Restlaufzeiten aufweisen. Ziel ist, bei begrenztem Risiko Gewinne aus einer relativen PreisÀnderung beider Kontrakte zu erwirtschaften.

Spread-Auftrag

Gemeinsam auszufĂŒhrender Auftrag, der an einer Terminbörse aus dem Kauf- und einem Verkaufsauftrag fĂŒr das gleiche Basisprodukt mit gleicher Anzahl Kontrakte und unterschiedlichen Laufzeiten besteht.

Stadtgas

Stadtgas (Leuchtgas) ist ein VorlĂ€ufer des heute verwendeten  Erdgases. Es wurde seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts meist in stĂ€dtischen Gaswerken aus Kohle hergestellt und in Rohren zum Verbraucher geleitet. Es diente anfangs der Straßenbeleuchtung, spĂ€ter zu Koch- und Heizzwecken. 1925 stellten die deutschen Gaswerke 3,2 Milliarden Kubikmeter Stadtgas her.Mit Ende der 20iger Jahre wurde schrittweise  Kokereigas zum neuen Stadtgas.

Stochastik

Errechnet das VerhĂ€ltnis des Schlußkurses zum Höchst- und Tiefstwert einer Zeitperiode. Die Stochastik zeigt ĂŒberkaufte und ĂŒberverkauft Marktsituationen eindeutig an und gibt zudem Kauf- und Verkaufssignale.

Stop-Order

Eine Stop-Order ist ein bedingter Auftrag, der an das Erreichen einer Kursmarke (Stop-Kurs) gebunden ist. Der Stop-Kurs wird bei einem Kaufauftrag ĂŒber, bei einem Verkaufsauftrag unter den aktuellen Kurs gesetzt. Nach Erreichen des Stop-Kurses wird der Stop-Auftrag zur Market-Order.

Substitution

Hierunter wird in der Energiewirtschaft der Ersatz eines EnergietrĂ€gers durch einen anderen verstanden (direkte Substitution). Sie fĂŒhrt also zu einer VerĂ€nderung der Struktur der verwendeten EnergietrĂ€ger.

Swap

Es handelt sich um ein TauschgeschĂ€ft. Neben den DevisentermingeschĂ€ften können auch Rohstoffe der Warenterminbörsen geswapt werden. Beispiel: Fluggesellschaften kaufen Jet-Fuel fĂŒr lĂ€ngere Zeit um eine Budgetierung Ihrer Flugpreise vornehmen zu können.

TA Luft

Die TA Luft ist die „Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Technische Anleitung zur Reinhaltung der luft – TA Luft)“. Sie ist ein an die Vollzugsbehörden gerichtetes Regelwerk zum Umweltschutz. Die Betreiber industrieller und gewerblicher Anlagen sind von den Vorschriften der TA Luft erst betroffen, wenn Sie von den zustĂ€ndigen Behörden in Auflagen umgesetzt worden sind. Die TA Luft enthĂ€lt nach § 48 BImSchG vor allem Immissionewerte, Emissionswerte und Vorschriften fĂŒr Messverfahren fĂŒr Schadstoffe.

Terminbörse

Die Terminbörse ist ein Markt, an dem Futures und Optionen auf Futures gehandelt werden.

Terminkontrakt

Tick

Ein Tick ist die kleinste PreisverĂ€nderung fĂŒr einen Futures-Kontrakt, die an der Terminbörse notiert wird.

Treibhauseffekt

Wasserdampf und atmosphĂ€rische Spurengase wie Kohlendioxid, Distickstoffoxid,  Methan und Ozon absorbieren die von der Erde reflektierte lĂ€ngerwellige WĂ€rmestrahlung. Hierdurch erwĂ€rmt sich die Erde Ă€hnlich wie in einem Treibhaus im Jahresdurchschnitt auf eine Temperatur von etwa 15 Grad Celsius. Zu diesem natĂŒrlichen Treibhauseffekt kommt der vom Menschen geschaffene Treibhauseffekt durch zusĂ€tzliche Freisetzung von klimawirksamen Gasen. Hauptverursacher des zusĂ€tzlichen Treibhauseffekts ist der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2).

Trend

Preisrichtung: rauf, runter, seitwÀrts.

Trendlinien

Zur Feststellung eines Trends werden in erster Linie Trendlinien verwendet. Eine AufwÀrtstrendlinie wird gezeichnet, indem möglichst viele aufsteigende Tiefstpunkte in einem Chart miteinander verbunden werden. Bei einer AbwÀrtstrendlinie werden möglichst viele absteigende Höchstpunkte miteinander verbunden.

Trigger

Engl.= Auslöser (Gewehr)abzug. Bei TriggervertrÀgen hat der KÀufer eine Option in Teilmengen zu festggelgen Vertragsbedingungen auf Tagespreis- oder Formelvertragsbasis abzurufen.

Umrechnungsfaktoren

Mineralölwirtschaft (Rohöl)

EINHEIT

Liter

cbm

cubic

foot

Ameri-

kanische

Gallone

Imperial

(englisch)

Gallone

Ameri-

kanischer

Barrel

1 Liter

 

0,001

0,0353

0,2642

0,21997

0,00629

1 cbm

1.000

 

35,315

264,17

219,97

6,2898

1 cubic foot

28,317

0,028317

 

7,4805

6,2288

0,17811

1amerikanische
Gallone

3,7854

0,0037854

0,13368

 

0.03268

0,02381

1 Imperial (englische) Gallone

4,5461

0,0045461

0,16054

1,2009

 

0,02859

1amerikanischer
Barrel

158,99

0,15899

5,6146

42

34,9726

 

Weitere Umrechnungsfaktoren:

Rohöl

barrels

x

0,136

= Tonnen

(Mittelwerte)

Rohöl

barrels/day

x

49,8

= Tonnen

 

Gas

cubic feet/day

x

10,34

= cbm/Jahr

B. Energiewirtschaft

EINHEIT

Kilojoule

RÖE (kg)

SKE (kg)

kcal

kWh

BTU

1 Kilojoule

 

0,0000239

0,0000341

0,2388

0,0003

0,9478

1 RÖE (kg)

41.868

 

1,42855

10.000

11,63

39.682

1 SKE (kg)

29.308

0,7000

 

7.000

8,13

27.777

1 kcal

4,1868

0,0001

0,000143

 

0,001163

3,968

1 kWh

3.600

0,086

0,123

860

 

3.411

1 BTU

1,0551

0,0000252

0,000036

0,252

0,000293

 

RÖE = Rohöleinheit, SKE = Steinkohleneinheit, kcal = Kilokalorie, kWh = Kilowattstunde,

BTU = British Thermal Unit

C. Rohöl

Rohöl

in

Barrel

Barrel/Tag

metr.Tonne

Tonne/Jahr

Kubikmeter

von

multipliziere mit

 

Barrel (bbl)

 

1

-

0,136

-

0,159

Barrel/Tag (bbl/d)

 

-

1

-

50

-

metr. ;Tonne (t)

 

7,33

-

1

-

1,16

Tonne/Jahr (t/a)

 

-

0,020

-

1

-

Kubikmeter(cbm)

 

6,29

-

0,863

-

1

Anmerkung: AnnÀherungswerte aufgrund durchschnittlicher Dichte

 

Mineralölprodukte

Mineralölprodukte

1 Tonne (t) Normalbenzin

1325 bis 1400 Liter (Dichte/15 Grad Celsius: 0,715-0,755)

1 Tonne (t) Superbenzin

1280 bis 1370 Liter (Dichte/15 Grad Celsius: 0,730-0,780)

1 Tonne (t) Dieselkraftstoff/Heizöl EL

1160 bis 1230 Liter (Dichte/15 Grad Celsius: 0,815-0,860)

E. Energie

Energie

in

kj

kcal

kWh

SKE

RÖE

von

multipliziere mit

1 kj

 

-

0,2388

0,000278

0,0000341

0,0000939

1 kcal

 

4,1868

-

0,001163

0,000143

0,0001

1 kWh

 

3600

860

-

0,123

0,086

1 kg SKE

 

29308

7000

8,14

-

0,7

1 kg RÖE

 

41878

10000

11,63

1,4286

-

SKE: Steinkohleeinheit RÖE: Rohöleinheiten

F. Heizwerte und SKE-Faktoren

Heizwerte und SKE-Faktoren 1

Mengeneinheit

Heizwert (kJoule)

Heizwert (kcal)

SKE Faktor

Rohöl (gem .Energiebilanz)

kg

42623

10180

1,454

Motorenbenzin

kg

43543

10400

1,486

Rohbenzin

kg

44000

10510

1,501

Flugturbinenkraftstoff

kg

43000

10270

1,467

Dieselkraftstoff

kg

42960

10260

1,466

Heizöl, leicht

kg

42733

10210

1,458

Heizöl, schwer

kg

40921

9770

1,396

Petrolkoks

kg

31045

7420

1,059

FlĂŒssiggas

kg

46910

11200

1,601

Raffineriegas

kg

43312

10340

1,478

Andere Mineralölprodukte (Mittelwert)

kg

39822

9510

1,359

G. API-Grade und entsprechende Dichte

Einige wichtige API-Grade und die entsprechende Dichte:

Dichte

0,910

0,898

0,887

0,876

0,871

0,855

0,840

0,830

0.825

0,820

0.806

API

24

26

28

30

31

34

37

39

40

41

44

API: American Petroleum Institute

1)Energiebilanz Bundesrepublik Deutschland 1998 Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen

UnterstĂŒtzung

Niveau, unter das die Preise in einer bestimmten Zeitspanne nicht absinken. Bei Durchbruch nach unten wird die UnterstĂŒtzung zum Widerstand.

Upstream

Bezeichnung fĂŒr alle TĂ€tigkeitsbereiche vor Transporten, Verarbeitung, Vertrieb (siehe Downstream): also Ölsuche, -erschließung,-förderung von Erdöl.

USD

US-Dollar.

Verkaufsabsicherung

Eine Verkaufsabsicherung wird durch den Verkauf eine Futures durchgefĂŒhrt, um sich fĂŒr einen bestehenden Warenbestand einen bestimmten Verkaufspreis zu sichern.

VolatilitÀt

Maß fĂŒr die Schwankungsbreite eines Kurses wĂ€hrend einer bestimmten Zeit. Eine VerĂ€nderung der VolatilitĂ€t wirkt sich auf den Kurs unterschiedlicher Optionen unterschiedlich stark aus.

Volumen

Anzahl der getĂ€tigten GeschĂ€fte. Im Warenterminhandel werden Verkauf und Kauf zusammen bewertet.

Vortag Diff

Nennung der DifferenzbetrÀge zu den Vortagsnotierungen.

Warenterminbörse Hannover (WTB)

WarenTerminBörse Hannover. Erste Börse in Deutschland die WarentermingschĂ€fte fĂŒr Heizöl ermöglicht. Der O.M.R.-Durschnittspreis gilt als Referenz-/Abrechnungpreis fĂŒr die Auflösung der Börsenposition zum Cash-Settlement. (Jeweils am 15. eines Monats.)

Widerstand

Niveau, ĂŒber das die Preise in einer bestimmten Zeitspanne nicht hinauskommen. Je öfter sie es probieren, desto stabiler zeigt sich der betreffende Widerstand. Wird er durchbrochen, so nimmt er dann die Postion der UnterstĂŒtzung ein.

Wirkungsgrad

Wirkungsgrad nennt man das VerhĂ€ltnis von erzeugter Nutzenergie zur zugefĂŒhrten Energie.

WTI

West Texas Intermediate. Bezeichung einer RohölqualitĂ€t die an der NYMEX-Börse als Futures gehandelt wird. Die WTI-Notierung liegt ĂŒber dem OPEC-Korbpreise.

Ölpreisbindung

Aus WettbewerbsgrĂŒnden orientiert sich der Gaspreis insbesondere an der Preisentwicklung der wichtigsten Konkurrenzenergie, des Heizöls. Zum einen soll diese Ölpreisbindung vor der Marktmacht der wenigen großen Erdgasproduzenten schĂŒtzen; durch langfristige  Liefer- und AbnahmevertrĂ€ge haben Gasimporteure eine gewichtigere Marktposition gegenĂŒber den LieferlĂ€ndern. Zum anderen ist Heizöl der wichtigste Konkurrent des Erdgases.

 
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